Allāh ﷿ erschuf uns, damit wir Ihn kennen und Ihm dienen.Allāh ﷿ nennt im Qurʾān zwei Ziele der Schöpfung. Das erste ist, Ihn zu kennen: „… damit ihr wisst, dass Allāh zu allem fähig ist und alles mit Wissen umfasst“ (Sure 65:12). Das zweite ist, Ihm zu dienen: „Ich habe die Dschinn und die Menschen nur erschaffen, damit sie Mir dienen“ (Sure 51:56).
Im Qurʾān erwähnt Allāh ﷿ Seine Namen öfter als das Paradies und seine Freuden.Ibn Taymiyya bemerkte: Allāhs ﷿ Namen und Eigenschaften werden im Qurʾān öfter erwähnt als Essen, Trinken und die Freuden des Paradieses.
Allāh ﷿ ist barmherziger zu dir als eine Mutter zu ihrem Kind.Nach einer Schlacht suchte eine Mutter verzweifelt ihr Kind. Als sie es fand, drückte sie es an sich und stillte es. Da sagte der Prophet ﷺ sinngemäß: Allāh ﷿ ist barmherziger zu Seinen Dienern als diese Frau zu ihrem Kind.al-Bukhārī 5999, Muslim 2754
Das Wort hinter diesem Namen sprichst du in jedem Gebet: „Māliki yaumi d-dīn“ – König am Tag der Vergeltung. Ad-Dayyān kommt vom selben Wort „dīn“. Im Ḥadīṯ sagt Allāh ﷿: „Ich bin der König, ich bin ad-Dayyān.“ Für diesen einen Ḥadīṯ reiste der Gefährte Ǧābir ibn ʿAbdillāh einen ganzen Monat, nur um ihn selbst zu hören. König und Vergelter – genau wie in der Fātiḥa. An diesem Tag geht kein Unrecht verloren.
Bedeutung von Ad-Dayyān
„Māliki yawmi d-dīn“ – „Herrscher am Tag des Gerichts“ (Sure 1:4). „Dīn“ bedeutet hier Vergeltung, von derselben Wurzel wie Ad-Dayyān.
Aus der Sunna Für den Ḥadīṯ, in dem dieser Name vorkommt, reiste der Gefährte Ǧābir ibn ʿAbdillāh einen ganzen Monat lang zu ʿAbdullāh ibn Unais – nur um diesen einen Ḥadīṯ direkt zu hören. Al-Buḫārī erwähnt das im Kapitel „Hinausziehen auf der Suche nach Wissen“.
Fortgeschrittene
Sprachliche Wurzel d-y-n Sie bedeutet: Vergelten, richten; auch: sich unterwerfen.Im Arabischen bedeutet ad-dīn: al-ǧazāʾ – Vergeltung; al-ḥisāb – Abrechnung; al-ḥukm – Urteil, RichtenVerständnis der Araber:كَما تَدِينُ تُدانُkamā tadīnu tudānSprichwort: „Wie du vergiltst, so wird dir vergolten.“ Ad-Dayyān vergilt jedem genau nach seinem Tun.أَهٰذا دِينُهُ أَبَدًا وَدِينيa-hāḏā dīnuhū abadan wa-dīnīVers des al-Muṯaqqib al-ʿAbdī: Seine Kamelstute klagt, wenn er ihr den Sattelgurt anlegt: „Ist das immer sein Brauch und mein Brauch?“ Dīn heißt hier ‚feste Gewohnheit‘; die Vergeltung bei Ad-Dayyān folgt einer festen, verlässlichen Ordnung.Ibn Manẓūr, Lisān al-ʿArab, Wurzel d-y-n
Sprachliche Feinheit Ad-Dayyān kommt von „dīn“ im Sinne von Vergeltung und Abrechnung – dasselbe Wort wie in „Māliki yaumi d-dīn“, das jeder Muslim in jedem Gebet spricht. Die Leugner fragen im Qurʾān spöttisch: „Sollen wir, wenn wir Staub und Knochen sind, etwa vergolten werden (la-madīnūn)?“
dem (alleinigen) Herrscher am Tag der Abrechnung.
Sure 1:4
Paarung im Qurʾān Im Ḥadīṯ steht ad-Dayyān direkt neben al-Malik: „Ich bin der König, ich bin der Vergelter.“ Genau dieselbe Verbindung von Königsherrschaft und Gerichtstag steht in der Fātiḥa: „Māliki yaumi d-dīn“.
dem (alleinigen) Herrscher am Tag der Abrechnung.
Sure 1:4
Umsetzung im Alltag
Der Prophet ﷺ fragte: „Wisst ihr, wer der Bankrotte ist?“ Es ist der, der mit Gebet und Fasten kommt, aber andere beschimpft und geschlagen hat – seine guten Taten gehen an sie (Muslim 2581). Kläre es lieber hier als dort. Schreib heute jemandem, dem du Unrecht getan hast, eine kurze Entschuldigung, oder gib etwas zurück, das dir nicht gehört.
Handle heute so, dass du dich vor Ihm nicht schämst.
Aus der Sunna Der Wortlaut: „Allāh versammelt die Diener und ruft sie mit einer Stimme, die der Ferne hört wie der Nahe: Ich bin der König, ich bin ad-Dayyān.“ Al-Buḫārī führt ihn (ohne vollständige Kette) im Kitāb at-Tauḥīd an – als Beleg dafür, dass Allāh mit einer Stimme spricht.
Rechte anderer jetzt klären
Wer jemandem Unrecht tat, soll es heute bereinigen, bevor es keine Münze mehr gibt (al-Buḫārī 2449)
Bankrott ist, wessen gute Taten am Jüngsten Tag an andere gehen (Muslim 2581)
Sogar zwischen Tieren wird Recht hergestellt (Muslim 2582)
Schulden und Geliehenes aufschreiben und zurückgeben
Ist die Person nicht erreichbar: für sie bitten und in ihrem Namen spenden
Āyāt & Aḥādīṯ
Sogar für das hornlose Schaf wird am gehörnten Vergeltung geübt – das sagt ein Ḥadīṯ in diesem Tab (Muslim 2582). Wenn schon Tiere zu ihrem Recht kommen, was heißt das für dich? Achte beim zweiten Vers darauf, wovor du dich hüten sollst: vor einem Tag (Sure 2:281).
Sie halten den Gerichtstag für wahr
und die an den Tag der Auferstehung glauben
Sure 70:26
Hütet euch vor dem Tag der Rückkehr
Und nehmt euch vor jenem Tag in Acht, an dem ihr zu Allāh zurückgebracht werdet. Dann wird jeder Seele vergolten, was sie (an Gutem oder Schlechtem) erworben hat, und keinem wird Unrecht widerfahren.
Sure 2:281
Aḥādīṯ
Der Prophet ﷺ sagte: „Wer seinem Bruder Unrecht getan hat, soll sich heute von ihm davon lösen lassen, bevor es weder Dinar noch Dirham gibt.“ Sonst werden ihm seine guten Taten genommen.al-Buḫārī 2449
Der Prophet ﷺ fragte: „Wisst ihr, wer der Bankrotte ist?“ Es ist, wer mit Gebet und Fasten kommt, aber andere beschimpft und geschlagen hat; seine guten Taten gehen an sie.Muslim 2581
Der Prophet ﷺ sagte: „Ihr werdet am Tag der Auferstehung jedes Recht seinem Inhaber zurückgeben – sogar für das hornlose Schaf wird am gehörnten Vergeltung geübt.“Muslim 2582
Der Prophet ﷺ sagte: Allāh versammelt die Diener und ruft ihnen mit einer Stimme zu, die der Ferne hört wie der Nahe: „Ich bin der König (al-Malik), ich bin der Richter/Vergelter (ad-Daiyān).“al-Buḫārī (muʿallaq, Kitāb at-Tauḥīd, Bāb „wa-lā tanfaʿu š-šafāʿa …“); Aḥmad (Musnad, ʿAbdallāh ibn Unais) · ḥasan (u. a. Ibn Ḥaǧar, al-Albānī)
Aussagen der Gelehrten
„Ǧābir reiste einen ganzen Monat zu ʿAbdallāh ibn Unais – wegen eines einzigen Ḥadīṯ: Allāh ﷿ ruft mit einer Stimme, die der Ferne hört wie der Nahe: ‚Ich bin der König, Ich bin ad-Dayyān.“
al-Buḫārī · al-Bukhārī (taʿlīq), Kitāb al-ʿIlm und Kitāb at-Tawḥīd; Aḥmad, Musnad; ḥasan nach Ibn Ḥajar, Fatḥ al-Bārī
„Das Diesseits zieht davon, das Jenseits kommt heran, und jedes hat Söhne. Seid Söhne des Jenseits! Heute ist Handeln ohne Abrechnung, morgen Abrechnung ohne Handeln.“
ʿAlī ibn Abī Ṭālib · Ibn Abī d-Dunyā, Qiṣar al-Amal; zitiert bei al-Bukhārī, Ṣaḥīḥ (taʿlīq); Ibn Rajab, Jāmiʿ al-ʿUlūm wa-l-Ḥikam
Grundlage: Qurʾān und authentische Sunna, Erklärungen nach ʿAbd ar-Razzāq al-Badr, Fiqh al-Asmāʾ al-Ḥusnā. Vereinfacht wiedergegeben.
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